Häufige Fragen

Hier findest du hoffentlich Antworten auf alle Fragen rund um Organisation und Ablauf.

Bei weiteren Fragen melde dich gerne über unser Kontakt-Formular.


kurz erklärt: Das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft (SOLAWI)

(Bildquelle: http://solawiblumenthal.files.wordpress.com)


Solidarische Landwirtschaft bedeutet: Ein Hof oder eine Gärtnerei versorgt eine Gruppe von Menschen in der näheren Umgebung mit Lebensmitteln. Im Gegenzug stellt die Gruppe die nötigen Mittel für die Lebensmittelerzeugung zur Verfügung. Alle Beteiligten teilen sich die Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Mehr erfahren...


Folgende Priorität ist wichtig zum Aufbau der Solawi:

  1. Finanzierungsplan aufstellen als Grundlage für ein Wirtschaftsjahr

  2. Solidargemeinschaft finden (dazu dient diese Internetseite)

  3. Ermittlung des Richtwertes für einen Ernteanteil pro Jahr
    (= Summe Finanzierungsplan/ Anzahl der Mitglieder)

  4. Bieterrunde als Beschlussgrundlage für ein Wirtschaftsjahr führen

In diesem Radiobeitrag (bei Spotify) wird das Prinzip sehr anschaulich dargestellt:
SoLaWi - Bürger machen Landwirtschaft


Zur Orientierung hier eine Karte von Solawis und entsprechenden Intitiativen in Deutschland:
ernte teilen



Das Neue daran ist, dass diese Landwirtschaft als Verein (e.V.) geführt wird und eine direkte Vermarktung stattfindet. Die "Verbraucher" werden Vereinsmitglieder und bilden somit einen Teil der Landwirtschaft.




In dem du dich hier zur Voranmeldung einträgst und an unserer Bieterrunde teilnimmst.
Im Anschluss daran bekommst du ein Beitrittsformular zur Gemüsegruppe, das du ausfüllst un an uns zurücksendest.




Unsere neue Landwirtschaft ensteht gerade als Verein. D.h. die Vereinsmitglieder bilden das Rückgrad dieses Konzeptes. Wir können nur existieren, wenn sich genug Mitglieder finden werden. Nur so kann sich das Projekt von Anfang an finanzieren. Dazu ist es notwendig das Prinzip zu verstehen, wozu diese Internetseite dient. Unsere Zielmarke für genug Interessierte ist Ende März, damit wir im Mai mit den ersten Lieferungen und auch mit der Finanzierung über Mitgliedsbeiträge beginnen können.




Der Wirtschaftsplan für unser 1. Erntejahr ist in Arbeit. Wir werden ihn hier bald veröffentlichen.

Nach derzeitiger Schätzung wird der Jahresbeitrag ca. 960,- Euro betragen für ca. 150-200 kg Gemüse in der Jahressumme. Zahlbar mit je 80 Euro/ Monat für ca. 3-4 kg Gemüse pro Woche im Jahresdurchschnitt.




Einmal im Jahr wird eine Bieterrunde stattfinden, wo das Anbauteam ihren benötigten Finanzetat im Wirtschaftsplan offenlegt. Dieser Betrag wird durch die Anzahl der Anteile geteilt. Dadurch kommt der Richtwert zustande, woran sich orientiert wird.


In einer anonymen Bieterrunde werden dann Gebote für die jeweiligen Anteile abgegeben. Das Ziel des Bietens ist die Rücksichtnahme auf die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder. Manche können nur schwer den Richtwert aufbringen und werden von besserverdienenden Mitgliedern aufgefangen. Die gezahlten Beiträge liegen jedoch meistens nah an den Richtwerten. Nur einzelne liegen darunter und darüber, wodurch sie sich gegenseitig ausgleichen.


Zur Erklärung gibt es hier ein tolles Video der Solawi Lüdenscheid e.V.: solawilue.de/bieterrunde, vielen Dank dafür!




Im Normalfall gibt es wöchentlich einen Korb oder einen großen Stoffbeutel voll leckeres, regionales Gemüse, viele verschiedene Salatsorten und Kräuter. Im Winter, bei schlechten Wetterverhältnissen oder Schädlingsbefall kann es aber auch mal etwas weniger sein. Dies sind 3-4 kg Gemüse im Jahresdurchschnitt verteilt entsprechend der Vegetationszeit.




Aus Gründen einer schlanken Organisation und Verwaltung bieten wir zunächst nur eine Anteilsgröße an. Tut euch am besten zusammen, wenn ihr das Prinzip einmal mit kleineren Portionen ausprobieren wollt.




Ja, das geht! Du kannst beliebig viele Anteile erwerben, um damit z.B. auch ein Restaurant oder Hotel zu bedienen.




Aus frisch geerntetem, saisonalem und unbehandeltem Gemüse aller Art. Von Spinat, Radieschen und Salat im Frühsommer über Zuchinis, Gurken und Tomaten im Spätsommer bis Grünkohl und Asiasalate im Winter. Weiterhin wollen wir Kräuter und Kartoffeln anbieten.




Weil Gemüse aus dem Supermarkt durch frühe Ernten und lange Transportketten sowie Zwischenlagerung nicht die Geschmacksvielfalt und den Vitaminreichtum bieten kann wie frisch geerntete Ware.




Die Landwirtschaft ist abhängig von der Vegetationsperiode. Um "über den Winter zu kommen", hat man früher die Nahrungsmittel durch Einkochen, Fermentieren, Pökeln, etc. haltbar gemacht. Diese Möglichkeiten können natürlich genutzt werden. Mittelfristig werden wir eine Lagerhaltung z.B. für Wurzelgemüsen in Form von Erdmieten oder Trocknungslagerung für Zwiebeln & Co. schaffen.







In der Regel kannst du deinen Ernteanteil einmal pro Woche abholen.




Wir arbeiten nach agrarökologischen Methoden. Unser Anspruch und Ziel ist es, den Anbau nach Kriterien des ökologischen Landbaus zu führen. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und "Pflanzenschutz"-Mittel ist für uns selbstverständlich.
Eine Zugehörigkeit zu einem Bio-Anbauverband wird nicht angestrebt. Primäres Ziel sind eigene Methoden - wie z.B. Permakultur- zu entwickeln. Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage ist es schwierig, eigene Methoden zertifizieren zu lassen. Der Verein wird als landwirtschaftlicher Betrieb geführt werden. Ob wir uns am EU-Förderprogramm "Öklogischer Landbau" beteiligen werden, hängt maßgeblich von den Beschlüssen der Mitgliederversammlung ab.




Dazu haben wir hier für euch einige Infos recherchiert: Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse für Deutschland beträgt derzeit 97 kg pro Jahr. Die Durchschnittspreise für Bio-Frischgemüse werden in Deutschland in 2021 min. 6 Euro/kg betragen. Zur Orientierung dient folgende Grafik.


(Quelle: https://service.ble.de/ptdb/index2.php?detail_id=16746, AB(08OE148).pdf)


Mit Steigerung des Verbraucherpreisindexes von 2008 bis 2020 ergibt sich folgende Berechnung zu aktuellen Durchschnittspreisen für Biofrischgemüse in Deutschland:
5,0 Euro/ kg (in 2008) x (105,8/91,9) = 5,8 Euro/ kg (in 2020).

Zur weiteren Information:
Der aktuelle Hartz IV-Regelsatz für Nahrung und alkoholfreie Getränke beträgt 154,78 €/Monat.



Nein, das ist freiwillig!




Das ist in unserem Konzept leider schwer umzusetzen. Da wir Planungssicherheit für Anbau und Gehälter brauchen, ist das so leider nicht vorgesehen.




Ja, natürlich. Du kannst uns gerne auf dem Feld in Heiminghausen (Ortsausfahrt Bad Fredeburg) besuchen. Da wir nicht immer ganztägig dort sind, melde dich am Besten vorher unter kontakt@gemuesegruppe-leissetal.de.