Vorstellung unseres neuen Landwirtes auf Greven Hof


Liebe Gemüsefreunde,

 
In den letzten Wochen ist viel passiert im Leissetal.
Nach langer Suche haben wir endlich einen Landwirt gefunden, der mit uns in diesem Jahr Gemüse anbauen wird!
Sebastian ist ein Landwirt ohne (elterlichen) Hof, der sich im Leissetal eine neue Existenz aufbauen will und auf Greven Hof eingezogen ist.
Es freut uns sehr, ihn gefunden zu haben und wir geben ihm hier selbst das Wort:

Mein Name ist Sebastian Wolf, Jahrgang 78, Waage-Mensch, ÖKO…

 

Gebürtig stamme ich aus der Nordeifel (Kreis Düren) wo ich erste Erfahrungen im elterlichen Garten und mit Tierhaltung zur Selbstversorgung nach Vorbildern wie John Seymour oder Heinz Erven machen konnte. Früh stand für mich fest, dass ich ein Bauer sein wollte. Das Interesse galt fortan der Agrarökologie, Biodiversität, Naturschutz,  der Landschaftspflege  und dem bäuerlichem Handwerk. Nach meiner Lehre zum staatlich geprüften Landwirt arbeitete ich verstärkt im Naturschutz und dem Garten-Landschaftsbau. Mein Interesse galt der naturnahen Primärproduktion (Garten, Land- und Viehwirtschaft, Wildsammlungen, Jagd, Fischerei und Bienenhaltung, etc.)

 

Ich absolvierte ein Studium der ökologischen Agrarwissenschaft im Schwerpunkt Naturschutz/Agrarmanagement und bekam meinen Abschluss als Diplom Ingenieur für ökologische Landwirtschaft. Fortan begleiteten mich die  Gedanken und die praktische Umsetzung  der Permakultur (nach den Pionieren, Bill Mollison/ David Holmgreen, Masanobu Fukuoka,u.a.), angewandten Agrarökologie und der Ernährungssouveränität.

Ich war in verschiedenen Anstellungsverhältnissen und Projekten mit Anlage, Umsetzung und Konzeptionierungen von Betrieben beteiligt.

2014 bekamen wir, nun als Familie, die Möglichkeit im Märkischen Kreis (NRW) einen eigenen klein-bäuerlichen Betrieb zu pachten und endlich sesshaft (?) zu werden. Als Selbständige arbeiteten wir nach Kriterien des bio-dynamischen, ökologischen und permakulturellen Ansatzes und vermarkteten unsere Erzeugnisse direkt über lokale Märkte. Nach einem persönlichen Tiefschlag fand der gepachtete Betrieb, der Abokisten-Service, die Marktpräsenz und die damals in Entstehung befindliche SoLaWi ein jähes Ende.

Im Anschluss daran ging ich 2019 als Gemüsebauer und Ziegenhirte ein befristetes Anstellungsverhältnis auf einer sozialtherapeutischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft in Siegen- Wittgenstein ein. Nicht erst seit dieser Zeit bin ich von dem Gedanken einer sozialen Landwirtschaft angetan.

Ich träume von einer starken Hof- und Lebensgemeinschaft, die Zeit und Raum lässt für individuelle  Entwicklung.

Über das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft lernte ich Jens Greve kennen.

Seitdem bin ich für die Gemüsegruppe Leissetal mit der Entwicklung einer kleinbäuerlichen SoLaWI auf Greven Hof beschäftigt und sehe der kommenden Saison mit Begeisterung entgegen.

 

Wenn man mich suchen sollte, müsste man draußen anfangen...